Fotoshooting mit Kolleg:innen der IG Metall.

Mit das Wichtigste einer erfolgreichen Gewerkschaftskommunikation ist Authentizität. Das bestimmt auch die Auswahl der Testimonials für die Öffentlichkeitsarbeit. Es verbietet sich hier geradezu auf Testimonials aus Stockarchiven oder Profimodels zurückzugreifen. Denn hier findet man meistens Bilder, die im Endeffekt immer einem vielgenutzten Klischee entsprechen. Denn letztendlich sind die Stockarchive eine der wichtigsten Verdienstquellen eines Lichtbildners und deshalb sollen diese Bilder möglichst vielen Anforderungen entsprechen. Das Ergebnis ist jedoch meistens eine austauschbare Langweiligkeit. Zwar schon oft gesehen, aber nie richtig berührt.

Aber wir brauchen das ja alles auch nicht, denn …

… eine Gewerkschaft hat die besten Fotomodels: Engagiert, ausdruckstark und echt.

Ich habe schon einige Fotoshootings mit Kolleg*innen mitgemacht und war jedes Mal auf das Neue begeistert. Denn hier kommen Menschen, die hinter ihrer Gewerkschaft stehen. Ihr Vorteil: Sie wissen genau, was wir mit einem Motiv erreichen wollen. Ihr Enthusiasmus und Spaß an der Sache könnte von keinem Profimodel überboten werden.

Ein paar Dinge sind dabei bei einem solchen Shooting zu beachten:

Die Location.

Optimal ist ein größerer Raum in einer vertrauten Umgebung wie z.B. einer Geschäftsstelle. Das entspannt unsere Models.

Das Casting.

Das Casting sollte immer von der Geschäftsstelle organisiert werden. Hier kennt man seine Leute und ihre Persönlichkeiten. Wie im wirklichen Leben auch, sollten die Charaktere gemischt sein – von impulsiv bis introvertiert. Gerade bei den Letzteren, hatten wir schon sehr gute Ergebnisse, weil manchmal etwas Ernst auch mehr Ernsthaftigkeit bei der Aussage transportiert. Also: bunt gemischt wie das Leben.

Die rechtliche Sicherheit

Wir sichern den Kolleg*innen zu, ihre Bilder nur zu Zwecken der IG Metall zu verwenden. Sie bestätigen uns im Gegenzug mit ihrer Unterschrift, dies zu dürfen. Wichtig dabei ist, dass auf diesem Dokument Name, Adresse und Mailadresse stehen. Wir hatten z.B. das Problem, dass wir für ein Plakat der TR 21 wegen Corona kein neues Fotoshooting machen konnten. Hier waren wir froh, noch die Personen aus einem früheren Shooting um ihre Genehmigung für eine erneute Abbildung bitten zu können. Aber wir brauchen die Mailadresse auch – und das ist ganz wichtig – um ihnen die fertigen Motive zuschicken zu können.

Der/die Fotograf*in.

Die meisten Fotograf*innen können gute Bilder machen. Aber nicht alle können gleichgut mit ihren Modellen kommunizieren. Hier schafft Augenhöhe die besten Augenblicke. Kein „Ja, gib´s mir!“-Gebrülle, sondern ein lockerer und sympathischer Umgang ist gefragt. Nicht vergessen: Die Situation vor einer professionellen Linse zu stehen, ist für die meisten ungewohnt.

Eine/r nach dem anderen. 

Auch bei Gruppenaufnahmen rät es sich, die Menschen einzeln zu fotografieren, um sie später zu einer Gruppe zusammenzufügen. Wir können so jede/n von der besten Seite zeigen. Wir können mit Einzelaufnahmen Gruppen verkleinern oder vergrößern oder auch Personen ohne Gruppe abbilden. Zum Beispiel für persönliche Statements. Und alles passt, weil die Lichtverhältnisse immer dieselben sind.

Ohne Layouts kein Shooting.

Jedes unserer Models sitzt vor seinem Auftritt für ca. 10 Minuten bei dem/die Visagist*in. Wir nutzen diese Zeit, um unsere Gäste ins Thema zu bringen. Wie sind unsere Aussagen und wie wollen wir sie rüberbringen? Hierzu sind vorgefertigte Layotscribbles oder Fotoshopmontagen sehr hilfreich. Übrigens: ein Gläschen Sekt kann dabei nicht schaden.

Gastfreundschaft

Ein bisschen Catering muss bei unserem Shooting sein. Nichts aufwendiges – belegte Brötchenhälften zum Beispiel. Aber es geht hier auch um Wertschätzung. Die meisten unserer Models haben sich für unser Shooting extra freigenommen und da ist etwas zu Essen und zu Trinken immer eine einfach zu organisierende Möglichkeit, um unseren Dank zu zeigen.

Und jetzt bleibt uns nur noch viel Erfolg zu wünschen!

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