Flugblätter sind die Basis.

Flugblätter sind das Basismedium einer Gewerkschaft im Betrieb.

Regel Nr. 1 ist Schnelligkeit.

Flugblätter, Schnellinfos oder auch Tarifzeitungen leben von Aktualität. Das müssen Gestalter oder Gestalterinnen wissen, wenn sie für eine Gewerkschaft arbeiten. Gerade in Tarifkonflikten können sich die Dinge überschlagen: Empörende Äußerungen der Arbeitgeberseite, ein erfolgreicher Warnstreik (oder der Aufruf zu einem solchen) oder ein erzieltes Tarifergebnis. All das muss schnell kommuniziert werden. Und vor allem gedruckt auf Papier, damit es schon in der Frühschicht verteilt werden kann.

Regel Nr. 2 ist Verständlichkeit.

Wenn nicht verstanden wird, was man kommuniziert, kann man sich ein Flugblatt sparen. Deshalb sollte man in einer einfachen Sprache formulieren. Und nicht im Ton einer wissenschaftlichen Abhandlung. Auch sollten Headline und Sätze nicht zu lang sein. Dazu eine Headline-Regel: Was als Post funktioniert, funktioniert auch als Headline. Zur Länge der Sätze: Hier sind 9 Wörter pro Satz die Obergrenze der optimalen Verständlichkeit laut DPA. 12 Wörter ist die durchschnittliche Satzlänge der BILD-Zeitung. Alles, was darüber liegt ist Thomas Mann. Oder die Bibel. Ebenso sollte auf viele Fremdwörter oder zu lange Begriffe verzichtet werden. Verständlichkeit für alle ist oberstes Gebot.

Regel Nr. 3 ist Abwechslung.

Innerhalb einer Kampagne macht es absolut Sinn, dass die schnellen Infomaterialien das gleiche Layout aufweisen. Hier sei auch ausdrücklich auf das Web-to-Print Portal der IG Metall hingewiesen. Doch Themen sollten auch optisch unterscheidbar sein. Hier machen eigene Layouts Sinn. So fühlen sich z.B. Beschäftigte der KFZ-Branche durch einen eher handfesten Stil eher angesprochen als die Belegschaft eines Chip-Herstellers. Merke: Auch Flugblätter haben verschiedene Zielgruppen. Bei all dem sollten prägnante Stilmerkmale aus dem Corporate Design Katalog in das Layout integriert werden – z.B. im Falle der IG Metall die orange Verlaufsfarbe oder das Text-Dreieck.

Web-to-Print

Noch ein Wort zu Web-to-Print: Wenn man für die schnellen Printprodukte einer Kampagne ein Layout gefunden hat, macht es Sinn, es in das Web-to-Print-Portal stellen. Und zwar als Versionen für verschiedene Textmengen. Damit es die Kolleg*Innen vor Ort möglichst schnell und unkompliziert damit arbeiten  können.

Man muss sich ein bißchen Mühe geben. Aber dann bekommt man Flugblätter, die wirklich hoch fliegen. 

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