Gewerkschaft und Agenturen

Politische Werbung braucht Input für einen starken Output.

Gewerkschaften und Werbeagenturen „fremdeln“ oft miteinander. Bei den Gewerkschaften haben Agenturen oft den Ruf, arrogant und teuer zu sein. Bei manchen Agenturen herrscht dagegen ein „Missionarsdenken“ vor, den „unwissenden“ Funktionären die Welt der Werbung erklären zu müssen.

Beides ist falsch.

Niemand kennt seine Zielgruppe besser als eine Gewerkschaft. Eine Tatsache, die man sich als Werbeagentur zunutze machen sollte. Tarifexpert*Innen sind Wirtschaftsprofis, denen nur wenige etwas vormachen können. Auch Werbeagenturen nicht. Denn ein politisches Vorhaben ist kein „Produkt“. Es ist aus Sicht der Gewerkschaft ein notwendiges Korrektiv in einer Gesellschaft.

Das verleitet die Verantwortlichen manchmal dazu, ihre Botschaften zu trocken zu formulieren. Dies ist aber selten zielführend. Denn Inzwischen gehen Fachleute davon aus, dass jeder von uns heute täglich mit 10.000 bis 13.000 Werbebotschaften konfrontiert wird. Schon ab 3.000 Werbebotschaften spricht man von „Werbeblindheit“(das Auge sieht die Werbung, aber im Hirn kommt sie nicht an).

Wer hier nicht auffällt, fällt ab.

An dieser Stelle kommt die Agentur ins Spiel. Ihre Aufgabe ist es, die Ziele der Gewerkschaft in erfolgreiche und vor allem verständliche Kommunikation umzusetzen. Mit Kreativen, die es gewohnt sind, „out of the box“ zu denken. Mit strategischen Planer*Innen, die es gewohnt sind, Kampagnen auf den Weg zu bringen. Und natürlich mit professionellen Grafiker*Innen und Texter*Innen, die der Kampagne ihr zeitgemäßes Bild verleihen.

Wenn sich die beiden Potenziale von Gewerkschaft und Agentur als Partner begreifen, wenn ein kreatives Geben und Nehmen zum Alltag wird, kann eine politische Werbung entstehen, die ihr Hauptziel erreicht:

Menschen zu mobilisieren.

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